Rheumaheldin Mouni erzählt, was ihr gegen die Morgensteifigkeit hilft.

Was tun bei Morgensteifigkeit?

Du kennst es wahrscheinlich. Die berühmte Morgensteifigkeit in den Gelenken oder Muskeln. Du möchtest wie früher aus dem Bett springen, aber Dein Körper ist steif und Du kannst Dich nur mühsam bewegen. Wenn dann noch ein Krankheitsgefühl und Frösteln hinzukommen, dann musst Du etwas tun, damit es Dir wieder besser geht. Jede(r) von uns hat da eine andere Strategie. Als ich vor kurzem in einem Seminar die TeilnehmerInnen gefragt habe, was sie machen, wenn sie sich morgens mit der berühmten Morgensteifigkeit plagen, haben mir die meisten geantwortet: „Einfach loslaufen. Das gibt sich dann im Laufe des Morgens.“ Das ist meiner Meinung nach die einfachste Lösung, die ich auch immer anwende. Dafür brauchen wir nichts Besonderes tun, weil aufstehen müssen wir so oder so.

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten. Eine warme Dusche ist auch toll. Endlich dürfen wir hemmungslos „Warmduscher“ sein 😉 Ein warmes Bad (auch das wurde von einigen TeilnehmerInnen genannt) ist für mich persönlich morgens eher ungünstig, denn es macht mich eher müde.

Allerdings sollte man bei akuten Verschlechterungen der Symptomatik unbedingt seinem Rheumatologen informieren, um dementsprechende Therapiemöglichkeiten zu finden. Grundsätzlich sollte man sich im Vorfeld immer mit seinem Arzt absprechen.

 

Warmes Frühstück tut gut!

In Phasen, in denen ich mich krank fühle, ist ein warmes Frühstück für mich einfach unschlagbar. Und das praktiziere ich sogar fast jeden Morgen. Ein wirklich toller Start in den Tag.

Leider ist das für die meisten Menschen noch sehr ungewöhnlich und fremd. Doch in vielen asiatischen Ländern, in Afrika oder Russland frühstückt man traditionell warm.

In Afrika wird morgens schon deftig gegessen, zum Beispiel Reis mit Bohnen, Eintopf oder Maisbrei. Vieles davon wird würzig zubereitet, manches aber auch süß. In Indien isst man morgens Paratha mit Ghee. Das sind kleine Fladenbrote, die entweder pikant oder süß gefüllt werden. Und in Japan gibt es zum Frühstück Misosuppe mit Rührei, Fisch oder Reis. Ich finde letzteres sehr lecker. Vor allem die Misosuppe hat es mir angetan. Ich esse sie jetzt fast jeden Tag. Und wenn ich sie nicht esse, vermisse ich sie.

 

Misosuppe fürs Wohlbefinden

Misosuppe hilft mir, mich in meinem Körper wohl zu fühlen und entspannter zu sein. Vor allem, wenn ich mich kränklich fühle, vielleicht sogar Schmerzen habe und unter der oben erwähnten Morgensteifigkeit leide. Meiner Meinung nach ist sie besonders für Menschen mit Rheuma ein ideales Frühstück, da Miso Gewebeübersäuerung und Muskelschmerzen entgegen wirken kann.

Nicht desto trotzt sollte man immer Rücksprache mit seinem Rheumatologen halten und seinem Therapieplan folgen.

 

Was ist Miso?

Miso schmeckt wunderbar würzig und ist ein hochwertiges fermentiertes Nahrungsmittel mit aktiven Bakterien. Wir alle kennen Sauerkraut, dessen gute Auswirkung auf den Darm auf die enthaltenen Milchsäurebakterien zurückgeführt wird. Miso ist eine Paste, die hauptsächlich aus Sojabohnen besteht. Je nach Sorte enthält die Paste unterschiedliche Anteile an Gerste, Reis oder einem anderen Getreide und Salz. In einem Zeitraum von zwei bis drei Jahren wird alles in Fässern fermentiert. Man sagt, dass dieses gereifte Miso die Bildung von Darmbakterien fördert. Für den Fall, dass Du zu denen gehörst, die sich eine Misosuppe am Morgen vorstellen können, habe ich nun folgendes Rezept:

 

Misosuppe – Mein Rezept

Die Zubereitungszeit beträgt circa 20 Minuten.

 

Zutaten für vier Personen:

2 EL Öl zum Anbraten

1 Zwiebel in Halbmonde

1 Tasse Kürbisstücke

1 Tasse Blumenkohlröschen

1 TL Gerstenmiso pro Portion Suppe

½ Bd. Petersilie – ganz fein gehackt

Ca. 800 ml Wasser

 

Zubereitung:

Die Zwiebeln in Öl glasig schmoren. Den Kürbis und den Blumenkohl hinzufügen und alles mit Wasser bedecken und für acht Minuten kochen lassen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen. Nun entnimmst Du der Suppe etwas Brühe und verrührst diese in einer Schale mit dem Miso. Das Ganze kommt danach zurück in den Suppentopf. Nach dem Verrühren lässt Du die Suppe für eine Minute ziehen. Servieren kannst Du die Misosuppe mit Petersilie.

 

Tipp:

  1. Das Miso selbst sollte nicht kochen, da sonst die enthaltenen Verdauungsenzyme nicht mehr wirksam sind.

 

  1. Kaufe am besten Gerstenmiso (Mugi Miso) in Bioqualität. Häufig wird Hatcho-Miso in den Läden angeboten. Dieses Miso empfehle ich Dir für den Anfang nicht, da es einen sehr strengen Geschmack hat.

 

  1. Wenn Du magst, kannst Du zusätzlich Linsen oder andere Hülsenfrüchte, Fisch oder Tofuwürfel mit in die Suppe tun. Sie ist dann insgesamt sättigender.

 

  1. Du kannst verschiedene Gemüsekombinationen ausprobieren. Am besten nimmst Du aber nicht mehr als drei oder vier Gemüsesorten auf einmal.

 

Natürlich kannst Du diese Suppe auch zum Mittag- oder Abendessen servieren. Die Wärme, das Miso und das Gemüse darin sind einfach wohltuend für mich. Ich bin so glücklich, dass ich dieses tolle Rezept kennengelernt habe und wünsche Dir ebenfalls gute Erfahrungen damit.

 

Gutes Gelingen und guten Appetit.